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Supergau: Datenbankcrash

Der größte Horror vieler Websitebetreiber ist wohl der Verlust der Daten auf dem Server. Leider wird darauf viel zu wenig Wert gelegt, regelmäßig die eigenen Daten zu sichern. Tritt der Fall ein – ist die Panik groß.

So hat es die Tage meinen Server bei 1&1 erwischt. „Fehler beim Aufbau der Datenbank-Verbindung“ war die erste Warnmeldung, die ich auf allen meinen Domains bekam. Sofort wurde ich stutzig. Waren es doch alle angelegten Datenbanken auf dem Server und nicht nur die einer einzelnen Domain.

Im Klartext: Alle Webseiten waren nicht erreichbar, die an eine Datenbank angebunden sind. Nur Webseiten im „HTML-Format“ die auf keine Datenbank zugriffen, wurden im Browser normal angezeigt.

Die Ausgabe im Browser:

Fehler beim Aufbau der Datenbank-Verbindung

Das bedeutet entweder, dass Benutzername oder Passwort in der Datei wp-config.php falsch sind, oder der Datenbankserver localhost nicht erreichbar ist.

  • Bist Du sicher, daß Benutzername und Passwort stimmt?
  • Bist Du sicher, daß der Name des Datenbankservers stimmt?
  • Bist Du sicher, daß der Datenbankserver läuft?

Die ersten 2 Punkte konnte ich natürlich sofort ausschließen, da es alle Domains betraf. Es konnte also nur der Datenbankserver selber sein. Und wann hatte ich mein letztes Server-Backup gemacht? Vier Monate vorher, sah ich in meinem 1&1 Kontrollcenter – da wurde mir etwas mulmig in der Magengegend.

Ich versuchte es nun mit einem Reboot des Servers. Ergebnis: Jetzt war alles down. Alle Webseiten überhaupt nicht mehr erreichbar. Da half nur mehr der Griff zum Telefon und Kontakt zum 1&1 Support mit dem Ergebnis, dass es einen Datenbankcrash gegeben hatte und eine der beiden Festplatten defekt wäre und ausgetauscht werden müsste. Meine erste Frage an den netten Herrn: „Und was ist mit meinen Daten?“, „Die sind mit sehr großer Wahrscheinlichkeit vorhanden“, was mich in diesem etwas Moment beruhigte.

Eine der Festplatten wurden nun auf dem Server von 1&1 gewechselt. Diese musste jedoch noch konfiguriert werden, was ich mir selber nicht zutraute und lieber einem erfahrenen System-Administrator überlies. Inzwischen waren alle meine Webseiten 10 Stunden down und ich musste mich wohl mit dem Gedanken anfreunden, dass sich die ganze Sache bis in den nächsten Tag hineinziehen sollte. Freundlicherweise bekam ich eine Anleitung per email, wie nun die Wiederherstellung des Systems nach Austausch einer Festplatte gehen sollte, was für mich jedoch zu kompliziert war und ich immer noch einen möglichen Datenverlust im Kopf hatte. Zum Glück kenne ich seit vielen Jahren meinen guten Freund Tati, der Netzwerk-Administrator ist und in brenzligen Situationen immer für mich da ist und mir aus der „Sch……“ hilft.

Ein Kompliment noch an den 1&1 Support, der mir mit der Anleitung „Wiederherstellung des Raid-Systems nach Austausch einer Festplatte“ sehr gut geholfen hat.

Nach nun genau 31 Stunden, weiteren Nachfragen von Tati beim 1&1 Support war die neue Festplatte eingerichtet und somit mein Datenbankcrash bzw. Festplattencrash Geschichte und meine Webseiten waren ohne irgendwelchen Datenverlust wieder online. Alles wieder einmal gut ausgegangen. Der Umsatzverlust von fast 1,5 Tagen ist schnell vergessen und zählt nur wenig, wiege ich den Erhalt der Daten dagegen ab.

Der Grund des Datenbankchrash’s war:

Einer meiner Freunde, der seine Domain auf meinem Server hostet, hatte im Title eines Beitrages das Sonderzeichen „_“ verwendet, was zum Crash führte. Selbst wenn der Beitrag ganz normal auf der Webseite aufgerufen wurde, konnte keine Verbindung hergestellt werden und der komplette Server war down. Vor kurzen hatte mein Freund auf WordPress 2.6.1 upgedatet. Ist die WordPression 2.6.1 daran Schuld? Sicher ist: WordPress 2.6.1 mag im Title keine Sonderzeichen, wie auch das „ß“. Vielleicht hat ja jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht oder ein erfahrener Programmierer kann was dazu im Kommentar schreiben.

Fazit und Resume:

Das altbekannte Problem, seine Daten nur sehr sporadisch oder überhaupt nicht zu sichern, kann die Arbeit vieler Monate oder sogar Jahre zunichte machen und ist für viele Webmaster nur ein lästiges Übel. Mein hier beschriebens Problem hätte auch anders ausgehen können, nämlich dass Hunderte von geschriebenen Unique-Artikel sich in Luft aufgelöst hätten und ich wieder von vorne anfangen müsste.
Daher werde ich ab sofort ein tägliches Backup meines Servers machen um das Risiko eines totalen Datenverlustes so gering wie möglich zu halten.

Autor: admin

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5 Kommentare

  1. Back Ups sind lebensnotwendig. Ich persönlich mache alle 2 Wochen ein vollständigen Back Up auf eine Externe Festplatte die ich nur für diesen Zweck habe.

  2. Weiß selbst, wie praktisch es ist, bei technischen Problemen einen versierten Experten zu Hand zu haben, der einem flott hilft.

    Zum Thema Datensicherung -> sollte auch auf Hoster Seite bzw. automatisch möglich sein. Sind alle Daten/unique artikel weg, gibt es noch die möglichkeit, das ganze aus dem google cache zusammenzufischen.. was aber sicher sehr viel Aufwand ist.

  3. Danke Euch für die Kommentare.

    Leider wacht man immer erst auf, wenn es schon fast zu spät ist. Backups sind auf der Hosterseite möglich, aber ein Serverbackup kostet bei 1&1 zusätzlich knapp 10 euro pro Monat. Werde ich wohl machen, wenn sich keine andere Lösung findet.

  4. Wir haben sogar 2 externe Platten und speichern auf unserem Pcs auf 2 Platten die Daten doppelt ab. zusätzlich brennen wir alle Daten einmal pro Woche auf eine DVD.

    Somit können wir auf Nummer sicher gehen :

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